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      L'art de passage - "Au parfum de tango"  
 
 

L'art de passage

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L'art de passage - "Au parfum de tango"

Eine treibende Violine, ein warmer, stetiger Basssound, ein mit viel Nuancenreichtum gespieltes Piano und das mit hoher Sensibilität eingesetzte Akkordeon - das alles zusammen ergibt das ganz spezielle "Parfüm des Tango" à la L'art de passage...

Tobias Morgenstern (acc), Stefan Kling (p), Helmut Lipsky (violin) und Wolfgang Musick (db) zeigen mitihrer vorliegenden Live-CD, wie expressiv, vielfältig und originell die Welt des Tango sein kann. Seit Jahrzehnten von unzähligen Musikern interpretiert, beweist das Quartett auf eindrucksvolle Weise, wie 'unentdeckt' diese Musikrichtung noch ist.
Ob alter Stoff des Großmeisters des Tango Astor Piazzolla oder neue, eigene Stücke, die vier Musiker setzen sich mit so viel Können und Herzblut für den Tango ein und verpassen ihm an den richtigen Stellen so gekonnt die richtigen jazzigen Elemente, dass der Funke nicht nur bei dem hörbar begeisterten Live-Publikum, sondern auch auf den Hörer zu Hause sofort überspringt. Eine wunderbare Tango-Jazz-Fusion, die einfach Freude macht!

Peggy Thiele
erschienen: 12.6.2005 © jazzdimensions 2005


CD - Rezension im "Folker"

L'ART DE PASSAGE feat. Helmut Lipsky au parfum du tango (Buschfunk BF 00272) 10 Tracks, 68:53, mit dt./engl. Infos

Musik kann Geschichten erzählen, aber auch Geschichte - in Andeutungen und Klangzitaten leichthin als Erinnerungsspuren wie Gerüche, die kommen und wieder vergehen. Das ist nicht neu, wurde aber auf brillante Weise wiederentdeckt - und zwar von niemand Geringerem als eben jenem Ensemble, das nach 18 Jahren beinahe schon synonym für Ost-Berliner Musikgeschichte in der Schnittmenge von Tango, Jazz und Weltmusik gilt - L'art de passage. Dieser Name verpflichtet in Augenblicken des Übergangs regelrecht zu Doppeldeutigkeiten zwischen Wandel, Wenden und Wünschen. Mit unerhörter Virtuosität auf Akkordeon, Geige, Piano und Kontrabass, beeindruckender Dichte und Vielfältigkeit der Arrangements, die sogar ausgesprochen bekannte Tangoklassiker in neue Klanggestalten verzaubern, und nicht zuletzt durch den Mut zur Ruhe im Spiel kommen hier vier Solisten (neben Tobias Morgenstern, Stefan Kling und Wolfgang Musick als Gast an der Geige: Helmut Lipsky aus Canada) dieser Verpflichtung auf uneingeschränkt überzeugende Weise nach. Sie schlagen auf au parfum de tango nicht nur eine Brücke durch die Zeit, sondern setzten mit ihrer Produktion Maßstäbe. Die Atmosphäre der Platte wird entscheidend durch die Reaktion des Publikums während des Konzerts im legendären Berliner "B-Flat" im Oktober 2003 geprägt. Zur Entscheidung, diesen Konzertmitschnitt zu veröffentlichen, kann man allen Beteiligten nur gratulieren.

Cathrin Alisch, Mai 2005


[Musik]
" L'ART DE PASSAGE: ...AU PARFUM DE TANGO

geschrieben von: Thomas Rothschild

Tango

Die Gruppe L'art de passage hat zusammen mit den Geiger Helmut Lipsky fünf Titel von Piazzolla live aufgenommen, dazu fünf eigene Stücke im Geiste Piazzollas. Sie versuchen gar nicht erst, das große Vorbild zu verleugnen.

Die raffinierten Kompositionen von Astor Piazzolla haben nach seinem Tod an Beliebtheit gewonnen. Immer wieder reizen sie Musiker zur Interpretation. Sie basieren rhythmisch auf dem Tango, gehen aber musikalisch weit über die Tradition hinaus. Sie ersetzen allzu sentimentale Phrasen durch aufgeraute Tonfolgen, irritieren durch schrille Harmonien, weisen einen unverwechselbaren Stil auf, der dennoch immer wieder Überraschungen bereithält.
Der Akkordeonist Tobias Morgenstern, der Pianist Stefan Kling und der Kontrabassist Wolfgang Musick von der Gruppe L'art de passage haben zusammen mit den Geiger Helmut Lipsky fünf Titel von Piazzolla live aufgenommen, dazu fünf eigene Stücke im Geiste Piazzollas. Sie versuchen gar nicht erst, das große Vorbild zu verleugnen.

Die Musik dieses Quartetts ist nicht nur technisch einwandfrei (auf das Gejohle des Publikums im Berliner Lokal freilich würde man gerne verzichten) - sie bezeugt auch, wie komisch Musik sein kann, ganz ohne die semantische Eindeutigkeit von Texten. Der Witz entsteht unter anderem durch die Technik des musikalischen Zitats, zu dem meist ein Motiv überleitet, die das gerade gespielte Stück mit dem zitierten Stück teilt. Das Wiedererkennen macht dabei ebenso viel Spaß wie der Kontrast zwischen den beiden kontaminierten Melodien. So kommen etwa Duke Ellingtons Caravan und das Kampflied Brüder, zur Sonne, zur Freiheit gleichermaßen zu ihrem Recht.

Thomas Rothschild

L'art de passage: …au parfum de tango. Buschfunk 00272

   
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